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22 Ehemaliges Residenzschloss


     Im  Jahre  1071  wurde  am  Standort  des  heutigen  Schlosses
     ein  Benediktinerkloster  errichtet.  Die Wettiner  erwarben  um
     1536 das Kloster und richteten hier die kurfürstlich-sächsische
     Amtsverwaltung ein.

     Herzog Johann Ernst von Sachsen-Saalfeld übernahm ab 1680
     bis  zu  seinem Tod  1745  die  Residenz  in  Saalfeld.  Er  war  der
     Begründer des Herzogtums Sachsen-Saalfeld und gilt als der
     Stammvater  der  Königshäuser  von  Belgien,  Bulgarien,  Groß-
     britannien und Portugal. In der Landesteilung von 1826 kam
     das  Schloss  mit  seinem  Garten  an  das  Herzogtum  Sachsen-
     Meiningen und verblieb unter dessen Landeshoheit bis 1918.

     Sehenswert ist die barocke Schlosskapelle. Sie gehört mit ihrer
     reichen  plastischen  und  malerischen  Ausstattung  zu  den
     reifsten  Leistungen  des  protestantischen  barocken  Kirchen-
     baus  in Thüringen.  Das  großartige  Deckengemälde  stammt,
     ebenso wie die Fresken an den Wänden, von Carlo Ludovico
     Castelli.  Die  Schlosskapelle  wird  heute  für  Konzerte  und  als
     repräsentativer  Veranstaltungsraum  genutzt;  das  Schloss  ist
     heute Verwaltungssitz des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt.
































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